Profil
Ich bin Informatik-Ingenieur, ausgebildeter Energieelektroniker und Krankenpfleger. Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit Elektronik, später mit Funk, Computern, Netzen und Software. Beruflich habe ich Kommunikationssysteme in der Industrie betrieben, einen eigenen IT-Service geführt, Prozesse in einem Logistikunternehmen mitgestaltet, die IT eines medizinischen Labors verantwortet, im Bereich Cybercrime ermittelt und in unterschiedlichen Rollen an Behörden-IT gearbeitet. Heute liegt mein Schwerpunkt auf Einsatz-IT und digitalen Fachverfahren im THW. Ehrenamt und Katastrophenschutz begleiten mich seit vielen Jahren.
Technische Herkunft
Technik hat mich interessiert, lange bevor ich sie als Beruf oder Studienfach kannte. Angefangen hat es mit einzelnen Bauteilen, einem selbst gebauten Radio, Digitaltechnik und Heimcomputern. Damals war ein Fehler kein abstrakter Softwarezustand. Man musste eine Versorgungsspannung messen, eine Leitung verfolgen, ein Datenblatt verstehen oder eine Lötstelle finden. Diese Nähe zu den Grundlagen prägt bis heute meine Art, Probleme zu bearbeiten.
Mensch und Technik
Mein beruflicher Weg führte durch unterschiedliche Systeme. In der Krankenpflege lernte ich, dass Technik, Organisation und Information am Ende konkrete Auswirkungen auf Menschen haben. Als Energieelektroniker und in der industriellen Kommunikation arbeitete ich mit Funk, Kabeln, Glasfaser, Anlagen und Betrieb. In der Informatik kamen Software, Datenbanken, Netze, verteilte Systeme und Informationssicherheit hinzu.
Komplexe Systeme unter realen Bedingungen
Besonders prägend war die Verbindung dieser Bereiche. In einem medizinischen Labor waren Daten nicht einfach Datensätze, sondern Teil diagnostischer Abläufe. Im Cybercrime waren Systeme nicht nur zu administrieren, sondern als Spurenlage zu verstehen und nachvollziehbar auszuwerten. In der Behörden- und Einsatz-IT reicht eine technisch richtige Lösung nicht aus: Sie muss zu Zuständigkeiten, Sicherheitsanforderungen, Betriebsprozessen und der Realität ihrer Nutzer passen.
Ich arbeite gern an Problemen, die zunächst unübersichtlich wirken. Dabei sammle ich nicht wahllos Informationen. Ich versuche, Begriffe zu klären, Quellen zu gewichten, Widersprüche zu finden und ein Modell zu bilden, das den entscheidenden Zusammenhang erklärt. Erst danach wird vereinfacht oder automatisiert.
Neue Technik fasziniert mich, aber nicht allein deshalb, weil sie neu ist. Ein Sprachmodell kann bei Recherche, Strukturierung und Simulation außerordentlich nützlich sein. Ein Kabel, ein Papierformular oder eine lokal erzeugte statische Datei kann im richtigen Kontext trotzdem die bessere Lösung sein. Fortschritt bedeutet für mich nicht, möglichst viel Technik einzusetzen. Fortschritt bedeutet, eine Aufgabe nachweisbar besser, sicherer oder verständlicher zu lösen.
Katastrophenschutz verbindet viele dieser Themen: Kommunikation, Führung, Information, Logistik, Technik, Zeitdruck und Zusammenarbeit. Durch meine berufliche Arbeit an Einsatz-IT und mein langjähriges ehrenamtliches Engagement kenne ich sowohl System- als auch Anwenderperspektiven.
Arbeitsprinzipien
Fakten vor Wirkung. Eine überzeugende Geschichte darf nie wichtiger werden als eine korrekte Aussage.
Freiheit und Verantwortung. Freiheit braucht eigene Entscheidungsfähigkeit, nachvollziehbare Grenzen und den Schutz der Freiheit anderer.
Wissenschaftliche Neugier. Eine Behauptung ist ein Ausgangspunkt für Prüfung, kein Ersatz dafür.
Praktische Brauchbarkeit. Ein System muss nicht nur logisch konsistent, sondern für seine Nutzer betreibbar sein.
Respekt vor Fachlichkeit. Gute Zusammenarbeit entsteht nicht dadurch, dass jeder alles können soll, sondern dadurch, dass verschiedene Fähigkeiten richtig verbunden werden.
Offene Grenzen des Wissens. „Das weiß ich nicht" ist professioneller als eine präzise klingende Erfindung.
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Diese Website ist mein privater Ort, um meine Arbeitsfelder einzuordnen und später über ausgewählte Projekte und technische Zusammenhänge zu schreiben. Sie ist keine offizielle Seite einer Behörde oder Organisation und gibt ausschließlich meine persönliche Sicht wieder.